Roggenmehl Typ 1150 vs 1370 – Welches für was?

Direkter Vergleich: Typ 1150 oder 1370 für Ihr Roggenbrot? Unterschiede, Anwendungen, wann welches Mehl sinnvoll ist.

Schnellantwort

Welches soll ich verwenden?

**Typ 1150** für klassische Mischbrote und mildere Roggenbrote. **Typ 1370** für kräftige, dunkle Roggenbrote mit mehr Charakter.

💡 Faustregel: Bei Unsicherheit ist 1150 vielseitiger und verzeihender. Um Unterschiede bei der Hydration zu testen, wiegen Sie die Zutaten auf einer [Digitalen Küchenwaage](https://amzn.to/4r5tOep) und führen Notizen[1][2].

Vergleichstabelle

Eigenschaft Option A Option B Bedeutung
Mineralstoffgehalt 1150mg/100g 1370mg/100g Mehr = dunkler, kräftiger
Ausmahlungsgrad ~85% ~90% Mehr Kleieanteile enthalten
Farbe Grau-braun Dunkelbraun
Geschmack Mild bis kräftig Kräftig bis herb
Wasseraufnahme 68-72% 70-75% 1370 benötigt mehr Wasser
Ballaststoffe Mittel Hoch 1370 sättigender
Verfügbarkeit Sehr gut (Supermarkt) Mittel (Fachhandel, online)
Preis 3–5 $/kg 4–7 $/kg

Wann welches?

Erstes Roggenbrot 1150

Verzeihender, überall erhältlich; erleichtert Fermentation und Geschmacksentwicklung für Anfänger[1].

Klassisches deutsches Graubrot 1150

Standard für Mischbrote und mildere Aromen in traditionellen Rezepten[2].

Westfälisches Schwarzbrot 1370

Authentisch dunkel, intensive Aromatik und höherer Mineralstoffgehalt, wie für regionale Sorten gewünscht[2].

Paderborner Landbrot 1370

Traditionell mit dunklerem Mehl; verleiht die charakteristische Bissigkeit und Farbe[2].

100% Roggenbrot Beide geeignet

1370 für mehr Charakter, 1150 für milderen Geschmack und leichtere Verarbeitung—Hydration entsprechend anpassen[1][2].

Mischung mit Weizen (50/50) 1150

Ausgewogener Geschmack und vorhersehbarere Krume in Kombination mit Weizen[1].

Gesündeste Option 1370

Höherer Gehalt an Ballaststoffen und Mineralstoffen macht es nahrhafter[2][1].

Kann ich beide mischen?

Kann ich beide mischen?

Ja! Viele Bäcker mischen 1150 und 1370, um Geschmack und Textur zu steuern. Zugabe von Vollkornroggen erhöht Aroma und Kaubarkeit[1][2]. Zum Falten und Arbeiten auf der Arbeitsfläche verwenden Sie einen [Teigschaber](https://amzn.to/4sNHsEK), um die Klebrigkeit zu handhaben.

50% Typ 1150 + 50% Typ 1370
→ Guter Kompromiss, ausgewogener Geschmack; mäßiger Hydratationsanstieg gegenüber reiner 1150-Mischung[1].
50% Typ 1150 + 30% Typ 1370 + 20% Vollkornroggen
→ Sehr aromatisch, rustikale Bissigkeit; erwarten Sie dichtere Krume und höhere Wasseraufnahme[2].
70% Typ 1370 + 30% Weizen 1050
→ Kräftiges Mischbrot mit verbesserter Struktur durch Weizeneiweiß; im [Dutch Oven oder Gusseisentopf](https://amzn.to/4k0AN6f) backen für Dampfhaltung und Ofentrieb[1].

Rezepte umrechnen

A → B

Mehl: 1:1 ersetzen

Wasser: 3–5% mehr Wasser zugeben

→ Dunkleres, kräftigeres Brot mit mehr Feuchtigkeit; langsam mischen und Autolyse länger durchführen, damit die Kleie hydratisiert[1][2].

B → A

Mehl: 1:1 ersetzen

Wasser: 3–5% weniger Wasser verwenden

→ Hellere, mildere Brote; kürzere Autolyse und vorsichtige Fermentation, um Über-Säuerung zu vermeiden[1].

💡 Beim ersten Umrechnen alles auf einer [Digitalen Küchenwaage](https://amzn.to/4r5tOep) abwiegen, mit etwas weniger Wasser starten und nach Gefühl anpassen. Ein [Sofortableser-Thermometer](https://amzn.to/4r5HKVN) hilft, die Kerntemperatur der Krume zu überprüfen (bei dichten Roggenbroten etwa 96 °C). Verwenden Sie ein [Gärkörbchen](https://amzn.to/4r2duLq) oder eine mit Stoff ausgelegte Schüssel für die Schlussgare, um die Form zu erhalten[1][2].

Quellen

  1. [1]
    The Perfect LoafThe Perfect LoafLink
  2. [2]
    PlötzblogPlötzblogLink