Vollkornbrot mit Quinoa – Vollkorn-Roggenlaib

Ein dichtes, saftiges Vollkornbrot, angereichert mit gekochter Quinoa für mehr Eiweiß und Textur. Schritt-für-Schritt-Sauerteig-Rezept und Zeitplan für Hobbybäcker.

Auf einen Blick

Schwierigkeit
mittel
Aktive Zeit
40 Minuten
Gesamtzeit
28–36 Stunden (inkl. lange kalte Stückgare)
Ergibt
1 Laib (ca. 1 kg)

Ein dichtes Vollkornbrot, das gekochte Quinoa verwendet, um Eiweiß, Feuchtigkeit und einen angenehmen Biss zu ergänzen. Lange Fermentation und ein hoher Roggenanteil erzeugen die klassische Vollkornbrot-Textur, während Quinoa Haltbarkeit und Nährwert verbessert. Die gezeigten Techniken basieren auf etablierten Sauerteig-Prinzipien für Roggen- und Vollkornbrote[1][2].

✓ Vollkornlaib mit hohem Roggenanteil und gekochter Quinoa ✓ Lange, kühle Fermentation zur Geschmacksentwicklung ✓ Gut für Sandwiches und herzhafte Toasts

Nicht geeignet wenn:

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Zutaten

Wiegen Sie alle Zutaten auf einer Küchenwaage. Vollkornroggen reagiert empfindlich auf Hydration; Gewichte gewährleisten wiederholbare Ergebnisse[1][2].

Zutat Menge % Notiz
Roggenmehl (mittel) 650g 65% Bildet die traditionelle Vollkornbrot-Basis
Weizenvollkornmehl 150g 15% Verbessert Struktur und Nährwert
Gekochte Quinoa 200g (gekocht, abgetropft) 20% 60g Quinoa trocken kochen ergibt ~200g gekocht; vor dem Mischen abkühlen
Wasser (gesamt) 700g 70% Leicht an Quinoa-Feuchte anpassen
Ausgereifter Roggensauer (100% Hydration) 180g 18% Aktiv 6–12 Stunden nach Fütterung
Salz 16g 1.6% In einem Teil des Wassers auflösen für gleichmäßige Verteilung
Kümmelsamen (optional) 10g 1% Traditionelles Aroma

Zeitplan

Langsame Übernacht-Kühlstückgare (empfohlen)

Abends arbeiten, am nächsten Tag backen für besseren Geschmack und Bequemlichkeit

Tag 1 Abend 20:00 Quinoa kochen, abkühlen. Sauerteig füttern, falls nötig.
Tag 1 Abend 21:00 Teig mischen (Autolyse mit dem größten Teil des Wassers), Sauerteig und Salz einarbeiten (15 min)
Tag 1 Abend 21:30 - 23:30 Kurze Stockgare bei Raumtemperatur mit Dehn- und Faltvorgängen alle 30 min (2 Stunden)
Tag 1 spät 23:30 Laib in ein [Banneton](https://amzn.to/4r2duLq) formen, mit Naht nach oben legen, abdecken und in den Kühlschrank stellen
Tag 2 Morgen - Tag 2 Nachmittag Kaltes Reifen im Kühlschrank (8–18 Stunden) je nach Plan
Tag 2 Nachmittag/Abend Backen (60–75 min)

Tagsüber Stockgare mit Backen am selben Tag

Für aktivere Bäcker, die am selben Tag fertig werden möchten

Morgen 08:00 Quinoa kochen, abkühlen. Sauerteig füttern
Morgen 09:00 Teig mischen (15 min)
Morgen 09:30 - 14:30 Stockgare bei 20–22°C mit Dehn- und Faltvorgängen (4–5 Stunden)
Nachmittag 14:30 Formen und Stückgare bei Raumtemperatur 1,5–2 Stunden
Nachmittag 16:30–17:00 Backen (60–75 min)

💡 Tipps

  • Wenn die Stockgare zu schnell verläuft, den Teig in den Kühlschrank stellen, um die Aktivität zu verlangsamen[1]
  • Geformter Teig kann 12–48 Stunden gekühlt werden; längere Zeit gibt mehr Säure, kann aber die Krustenoberfläche anziehen[2]

Schritt für Schritt

1

Quinoa und Sauerteig vorbereiten

60g trockene Quinoa spülen und in 120–150g Wasser köcheln, bis sie zart ist, überschüssiges Wasser abgießen und abkühlen lassen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Roggensauer aktiv (blasig, aufgegangen) ist, bevor Sie ihn verwenden[1].

✓ Visueller Check: Quinoa locker und nicht klebrig; Sauerteig zeigt Aktivität
⚠️ Häufiger Fehler: Heiße Quinoa verwenden – abkühlen lassen, um den Sauerteig nicht zu bremsen

⏱ 30–40 Minuten (inkl. Abkühlen)

2

Mischen und Autolyse

In einer großen Rührschüssel Roggen- und Vollkornweizenmehl mit dem größten Teil des Wassers vermengen. Rühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist, und 30–60 Minuten autolysieren lassen. Die Autolyse hydratisiert Vollkorn und verbessert enzymatische Aktivität sowie das Handling des Teigs[1][2].

✓ Visueller Check: Mischung homogen und hydratisiert
⚠️ Häufiger Fehler: Autolyse überspringen → festerer Krumm

⏱ 35–65 Minuten

3

Sauerteig, Quinoa und Salz einarbeiten

Ausgereiften Sauerteig, abgekühlte Quinoa und aufgelöstes Salz zufügen. Mit einer Teigkarte oder feuchten Händen mischen, bis gleichmäßig verteilt. Roggenteig entwickelt kein Gluten wie Weizen; das Ziel ist gleichmäßige Verteilung, nicht Fensterprobe[1].

✓ Visueller Check: Quinoa und Sauerteig gleichmäßig verteilt; Teig kohäsiv
💡 Für das erste Mischen einen Teigquirl oder Spatel verwenden, wenn gewünscht

⏱ 8–10 Minuten

4

Stockgare mit sanften Faltungen

Schüssel abdecken. In den ersten 2 Stunden alle 30–45 Minuten sanfte Dehn- und Faltvorgänge oder Coil-Folds durchführen, um Gase zu verteilen und die Struktur auszurichten. Bei 20–22°C halten für berechenbare Zeiten[2].

✓ Visueller Check: Teig zeigt Volumenzunahme (~30–50%) und kleine Bläschen

⏱ 2–5 Stunden je nach Temperatur

5

Zu einem Laib formen

Arbeitsfläche mit Roggenmehl bemehlen, den Teig mit einer Teigkarte auf die Fläche geben. Schonend zu einem länglichen Laib oder Bâtard formen—Entgasen vermeiden. Mit der Naht nach oben in ein bemehltes Banneton oder in eine mit Mehl ausgelegte Schüssel legen.

✓ Visueller Check: Laiboberfläche ist relativ glatt; hält die Form

⏱ 5–10 Minuten

6

Stückgare (kalt oder Raumtemperatur)

Abdecken und je nach gewähltem Zeitplan gehen lassen. Kalte Stückgare (Kühlschrank) für 8–18 Stunden ergibt besseren Geschmack und besseres Handling bei Roggenbroten[2].

✓ Visueller Check: Laib zeigt einen sanften Anstieg; Stichprobe federt langsam zurück

⏱ 1,5–18 Stunden je nach Methode

7

Mit Dampf backen

Backofen auf 240–250°C vorheizen mit Ihrem Dutch Oven darin für mindestens 30 Minuten. Laib auf Backpapier stürzen, mit einem Brotlame einschneiden und in den heißen Dutch Oven legen. 20 Minuten mit Deckel backen, dann Deckel entfernen und auf 200°C reduzieren für 40–50 Minuten, bis die Kruste tiefbraun ist und die Kerntemperatur 96–98°C (205–208°F) erreicht, gemessen mit einem Sofort-Lesethermometer[1][2].

✓ Visueller Check: Tiefe mahagonifarbene Kruste, hohler Klang beim Klopfen

⏱ 60–75 Minuten

8

Vor dem Schneiden auskühlen lassen

Mit Ofenhandschuhen den Laib herausnehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden auskühlen lassen. Das Abkühlen ermöglicht das Setzen der Stärke — zu frühes Anschneiden macht den Krumm klebrig[1][2].

✓ Visueller Check: Laib ist auf Raumtemperatur abgekühlt

⏱ 2+ Stunden

Tipps & Variationen

Variationen

Quinoa-Laib mit Saaten

60g gemischte Saaten anrösten und zum Teig geben oder die Kruste damit bestreuen

→ Mehr Knusprigkeit und Nährwert

Mit Honig gesüßt

1 EL Honig während des Mischens zum Wasser hinzufügen

→ Feine Süße und schnellere Bräunung

Weniger Quinoa

Gekochte Quinoa auf 100g reduzieren

→ Weniger Feuchte, etwas festerer Krumm

Profi-Tipps

  • 💡 Behalten Sie eine digitale Küchenwaage für Konsistenz; Hydrationsanpassungen sind bei gekochten Körnern wichtig
  • 💡 Verwenden Sie eine Teigkarte, um klebrigen Teig zu handhaben und sauber in das Banneton zu setzen
  • 💡 Schneiden Sie vollständig abgekühltes Brot mit einem Wellenschliff-Brotmesser für saubere Scheiben und minimale Kompression

Häufige Probleme

Häufige Probleme mit Vollkornbrot und Quinoa:

Aufbewahrung

Zimmertemperatur, eingewickelt

6–8 Tage

In einem Brotbeutel oder einer mit Baumwolle ausgelegten Brotdose wickeln; nach Bedarf schneiden

In einem mit Leinen ausgelegten Korb

4–6 Tage

Mit Schnittfläche nach unten lagern, um Feuchtigkeit zu erhalten

Einfrieren

3 Monate

Vor dem Einfrieren in Scheiben schneiden; gefroren toasten

⚠️ Kühlschrank vermeiden — das Altbacken beschleunigt sich durch Stärke-Retrogradation bei kühlen Temperaturen[1][2]

Quellen

  1. [1]
    The Perfect LoafThe Perfect LoafLink
  2. [2]
    PlötzblogPlötzblogLink